Fisch vom Feinsten

Ein MUSS für jeden Ostsee-Urlauber ist das frische Fischbrötchen. ob Back-, Frisch- oder Räucherfisch, ob Bismarckhering, Matjes, Garnelen oder Lachsspieß – wir haben alles, was das Herz begehrt. Besonders lecker ist es dort, wo direkt auf dem Schiff geräuchert wird, wo Saucen, Marinaden und Dips in eigener Herstellung zum kulinarischen Highlight entwickelt werden: am Free Willy, direkt am Ozeaneum. Hier gibt es Fischgerichte vom Feinsten. Der Gast kann mit allen Sinnen erleben und schlemmen – vielseitig, lecker und facettenreich.

Fisch für Kenner und Genießer.

Bewegte Historie

Wie die Free Willy vom Fischfangkutter zum Genusskutter Stralsund wurde

Im November und Dezember 2023 fehlte für einige Wochen etwas auf der Hafeninsel. Der Traditionskutter Free Willy hat sich in dieser Zeit darauf vorbereitet, seinen Liegeplatz zu verlassen – für immer. Der beliebte Holzkutter wurde durch ein Schiff aus Stahl ersetzt, das als „Free Willy II“ ab Mitte Januar 2024 an den Start gehen sollte. Viele gesetzliche Auflagen, aber auch organisatorische und gastronomische Ansprüche machten den Tausch notwendig. Auch Schiffe leiden eines Tages an Altersschwäche. Grund genug, die stolze „Free Willy I“ zu würdigen und deren bewegte maritime Geschichte hier für die Nachwelt niederzuschreiben. Die Geschichte der Free Willy ist auch eine, die von einem erfolgreichen Gastrokonzept, einer Lebensleistung und der Liebe zur Hansestadt Stralsund erzählt.

Erbaut 1956 als „Schwanensee“

„Free Willy“ war nicht immer der Name des allseits beliebten Kutters. Vom Stapel lief das Schiff als „Schwanensee“ und als echter Ostseekutter, als Fahrzeug zur Binnenfischerei. Gebaut wurde die Schwanensee 1956 vom damaligen VEB Bootsbau und Reparaturwerft Barth. Für Technikinteressierte: Die Länge des Kutters betrug 12,60 Meter, die Breite 4,60 Meter und der Tiefgang 1,60 Meter. Bis 2004 wurde die Schwanensee tatsächlich auch als Fischerboot genutzt.

Erst im Jahr 2006, am Herrentag, wurde aus dem Fischfangkutter Schwanensee der Fischkutter Free Willy, der in den folgenden 17 Jahren an verschiedenen Standorten seine Gäste mit allerlei leckeren Fischkreationen verwöhnen sollte.

In all den Jahren ist der Fischkutter Free Willy zum Mekka für Fischliebhaber geworden, die besonders hohe Ansprüche an Qualität und kreative Fischgerichte stellen.

Vom Fisch(fang)kutter zum Genusskutter

Im Jahr 2004 wurde der Fisch(fang)kutter Schwanensee zum Verkauf von der Bootswerft Rammin angeboten. Hier wurde Ines Zabel auf das schmucke Schiff aufmerksam – und entwickelte es zu einer Pilgerstätte des guten Fischgeschmacks.

Ines Zabel, die Mutter der heutigen Betreiberin Nicole Zabel, hatte langjährige Erfahrung als Küchenleiterin und Lehrausbilderin in der Gastronomie. Und so ward die Idee geboren, aus dem Fischkutter eine maritime, schwimmende Gaststätte zu machen, die sowohl die Stralsunder als auch die vielen Touristen begeistern sollte. Schließlich gehören Fischbrötchen zur Tradition an der Ostsee und zu jedem Urlaub im hohen Norden. Nichts ist so sehr „regionale Küche“ und Identität wie frischer Fisch – und eben das Fischbrötchen. Nicht umsonst feiert man auch in MV den Weltfischbrötchentag.

Doch zurück zu Ines Zabel: Sie kaufte den Kutter im Jahr 2005, sanierte ihn aufwendig, baute ihn als Gastronomiebetrieb und Verkaufsstätte um und beantragte einen Liegeplatz auf der Stralsunder Hafeninsel. Am Herrentag 2006 ging es los. Umbenannt auf den neuen Namen „Free Willy“ lag der Kutter zunächst am Langenkanal und verkaufte die ersten Fischbrötchen und andere Delikatessen.

Fischbrötchen sind norddeutsche Identität

Die Speisekarte war nicht immer so umfangreich wie heute. Alles startete kleiner, schließlich musste sich das Konzept erst bewähren. Aber von Anfang an spielten Qualität sowie Regionalität und Nachhaltigkeit eine große Rolle, auch wenn man Letzteres damals noch nicht so nannte. Mehr und mehr kamen alle Produkte und Zutaten fast ausschließlich aus der Region, was neben dem ethischen Aspekt auch für eine besondere Frische sorgte.

Ines Zabel hatte hohe ethische Ansprüche, wurde gar in die Ethik Society aufgenommen, kämpfte gegen Lebensmittelverschwendung und für Abfallvermeidung. Sie war die gute Seele der Hafeninsel, hatte für alle ein gutes Wort und lebte die Werte einer Gastronomin mit Leib und Seele – bis zum Januar 2021. Im Alter von nur 58 Jahren starb Ines Zabel nach langer, schwerer Krankheit.

Touristen- und Gastronomiemagnet

Aus einem Fisch(fang)kutter wurde ein Fisch(genuss)kutter – dieses zweite Leben begann nach einem umfassenden Umbau am Langenkanal. Schnell wurde die „Free Willy“ in den Jahren 2006 und 2007 dort zum El Dorado für Fischliebhaber.

Im Oktober 2007 eröffnete die neue Rügenbrücke, die noch heute als eines der Wahrzeichen der Stadt Stralsund gilt. Die Rügenbrücke ist mit einer Höhe von 127,75 Metern und einer Gesamtlänge von 4097 Metern Deutschlands größte seilverspannte Pylonbrücke. Sie verbindet die Hansestadt Stralsund mit Deutschlands größter und beliebtester Urlaubsinsel: Rügen.

Im Jahr 2008 eröffnete dann das Ozeaneum, das im Jahr 2010 sogar zum Europäischen Museum des Jahres gekürt wurde. Für den Tourismus und die Stadtentwicklung war das ein großer Schritt. Mehr und mehr Besucher kamen in die Stadt. Handel und Dienstleistung profitierten. Und da wahrscheinlich jeder Stralsund-Besucher auch mindestens ein Fischbrötchen isst – es ist einfach Kulturgut – sollte auch das gastronomische Angebot der Stadt mitwachsen. Im Jahr 2009 wurden die Liegeplätze der verschiedenen Fischkutter auf der Hafeninsel neu ausgeschrieben. Die Free Willy konnte sich behaupten und sich weiterentwickeln – immer mehr Gerichte, ein immer breiteres Angebot von höchster Qualität.

Neuer Standort am Ozeaneum

2011 wurde jedoch einem anderen Liegeplatzpächter gekündigt, so dass der Liegeplatz am Semlowerkanal neu vergeben werden konnte. Nicole Zabel, die Tochter von Ines Zabel, bewarb sich und gewann die Ausschreibung. Sie kannte das Geschäft ihrer Mutter, profitierte von ihren Erfahrungen und bekam jede Menge Unterstützung – ein echter Familienbetrieb eben. Nicole Zabel war von Anfang dabei, hat die Free Willy als Fischverkaufskutter und Gaststätte mit aufgebaut, kannte die Abläufe, die Gäste und deren Qualitätsansprüche. Und so übernahm Nicole Zabel am 1. März 2012 das operative Geschäft auf der Free Willy.

Mutter Ines kaufte ein neues Schiff und betrieb dieses dann am alten Liegeplatz am Langenkanal. Der Free Willy zog mit Tochter Nicole an den Semlowerkanal – und damit direkt ans Ozeaneum. Der Standort war ideal: viele Gäste, die vor oder nach ihrem Besuch im Ozeaneum leckeren Fisch genießen wollten, kamen und standen teils sogar Schlange. Es war eine Erfolgsgeschichte.

Ein echter Familienbetrieb

Wind und Wetter, aber auch die große Beanspruchung durch die Gastronomie brachten die Free Willy an ihre Grenzen. Und so musste das Schiff im November 2013 auf Dock und umfassend restauriert werden. Es war eine Generalüberholung vom Kiel bis in die Masten, vom Holz bis zur Elektrik, vom optischen Eindruck bis in die Tiefen des Materials. 2014 erstrahlte die Free Willy dann im neuen Glanz und entsprach nun auch den Ansprüchen an das stetig wachsende Geschäft mit dutzenden Gerichten und Angeboten.

Fischleckereien im Premiumsegment

So konnte die Philosophie, Fisch im Premiumsegment anzubieten, immer frisch und lecker, regional und nachhaltig, vielfältig und kreativ noch besser umgesetzt werden. Der Fischkutter Free Willy avancierte zur ersten Adresse in Sachen Fisch auf der Hafeninsel. Und durch die Zusammenarbeit mit dem Kutter der Mutter am Langenkanal ergaben sich viele Synergien.

Am 4. Dezember 2023 endete dann die stolze Geschichte der Free Willy an ihrem Standort im Semlowerkanal. Viele Auflagen, aber auch der Verschleiß an dem Traditionsholzboot haben einen Weiterbetrieb als Gastronomieschiff unmöglich gemacht. An seine Stelle tritt ein Kutter aus Stahl, der aus alter Tradition und mit tiefer Dankbarkeit auch Free Willy heißen wird – Free Willy II.

Free Willy II – Der Genusskutter Stralsund

Die Free Willy II eröffnete im Januar 2024. Der Anspruch ist kein geringerer als der, DER Genusskutter in Stralsund zu sein und Premium zur Exzellenz zu führen. Und so heißt es nun „Good bye Free Willy, welcome Free Willy II”.

Genusskutter Free Willy

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